Stritzken
Französischabitur
Geburtenrückgang hin oder her – der Anteil der Abiturienten in jedem Schülerjahrgang ist heute hoch wie nie. Die Universitäten stöhnen unter überfüllten Hörsälen und Seminaren. Entsprechend stellt man sich die jungen Menschen auf dem Weg zum Reifezeugnis vor: Dutzende, ach Hunderte von Schülern über ihren Klausuren brütend, an mogelsicheren Einzelplätzen verteilt über eine fußballfeldgroße Schulaula. Ohne Frage, die Massenprüfung bietet auch unterhaltsame Aspekte. Jeder Prüfling darf zumindest akustisch die knackige Paprika des Nebenmannes mitgenießen. Der Gang zum kleinsten Raum der Schule gerät zur logistischen Herausforderung. Gilt es doch, jede illegale Kommunikation zu unterbinden.
Die Tochter von Stritzkens Bekannten hat heute dagegen ein Abiturerlebnis der besonderen Art. Sie hat sich für den Exoten Französisch als schriftliches Prüfungsfach entschieden. Im Zentralabitur NRW steht heute die entsprechende Klausur an. So hat sie jetzt das zweifelhafte Vergnügen, als einzige Abiturientin im Cani zu schwitzen. Kein Leidensgenosse weit und breit. Ein Grund mehr, ihr kräftig beide Daumen zu drücken, findet auch
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