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Eine urdeutsche Angelegenheit

| Fundgrube

Wir beobachten ein Wort auf Wanderschaft, das uns je nach Form ganz typisch für hier oder da vorkommt

Der Chic, wer weiß das nicht, kommt aus Frankreich, aus den Zentren von Mode und Eleganz – auch diese Begriffe lassen ja den französischen Ursprung erahnen, „la mode“ und „l’élégance“. 
Selbst eine allgemein gebräuchliche Steigerungsform ist nur schlechtes Französisch aus dem 20. Jahrhundert. Das deutsche Ohr hat schlicht „tout chic“, „ganz schick“, verwurstet zu: „todschick“. Aber die Deutschen hatten sich schon viel früher vom „Schick“ beeindrucken lassen. Im 15. Jdt. war bei uns gutes Aussehen, besonders aber korrektes Benehmen „schick“. Die inzwischen leicht verstaubten, aber noch bekannten Wörter „schicklich“ und „Das schickt sich (nicht).“ haben diese Urform noch lange verraten. Über das Elsass und die Schweiz erfuhren später auch die Franzosen vom „Schick“. Als „chic“ brachten sie uns das Wort im Sinne von modischer Eleganz zurück in die alte Heimat.

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