Vis-à-Vis – ein Nachbericht
Das Publikum war begeistert
Von Angesicht zu Angesicht
Ein Liederabend über die deutsch-französische Freundschaft
Seit mehr als 60 Jahren besteht der „Élysée-Vertrag“ zwischen Frankreich und Deutschland. Er ist ein Symbol der Aussöhnung zwischen beiden Ländern. Dies nahmen das Kulturamt Lüdinghausen und die Deutsch-Französische Gesellschaft (DFG) zum Anlass, um in einer Kooperation einen musikalischen Rückblick auf die wechselvolle Geschichte der beiden Länder zu wagen.
Am Donnerstag, 24. April 2025, gastierte die Pyrmonter Theater Companie mit ihrer musikalischen Revue „Vis-à-Vis“ im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen, in Deutsch und Französisch und mit einer ungewohnten Bühnenanordnung. In der Mitte des Kapitelsaales stand ein großer Tisch mit vielen Stühlen, gedeckt mit typischen Produkten einer französischen Tafel, an der die Akteure Rebecca Junghans, Jeanette Wernecke, Daniel Heck und Mathias Weibrich plaudernd Platz genommen hatten. Das miteinbezogene Publikum saß u-förmig um diesen Tisch herum.
„Es war ein längerer Prozess, dieses Programm zu entwickeln“, sagte Regisseur Carl-Herbert Braun. Er und der musikalische Leiter Mathias Weibrich mussten ein weites Themenfeld auf zwei Stunden Rezitationen, Lieder und Spielszenen reduzieren. Schwierige und heitere Themen wurden beleuchtet und verwoben, ohne dabei flach zu wirken und bildeten ein harmonisches Ganzes. Zum Teil ganz unterschiedliche Lieder aus verschiedenen Zeitepochen von Klassik bis Schlager sowie Texte und Szenen über deutsch-französische Eigenheiten und Marotten wurden dem Publikum teilweise sehr amüsant dargeboten. Die Akteure, beherrschten allesamt nicht nur Schauspiel und Gesang, sondern auch mindestens ein Musikinstrument.
„Vis-à-Vis“ war ein voller Erfolg. Ein Zuschauer sagte am Ende, er habe schon viele Aufführungen vom Kulturamt oder der DFG gesehen, aber diese habe ihm am besten gefallen. Daraufhin konnte der Regisseur nur zurückgeben: Es war aber auch ein großartiges, richtig mitgehendes Publikum hier in Lüdinghausen.
(Annette Schulze, DFG)